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Mittwoch, 13. August 2008

Telekurs für Autofahrer

Letzten Sonntag Abend stieß ich auf folgende kleine Fernsehreihe bei BR-Alpha. Ein Fernsehfahrkurs aus den 60er Jahren mit einem sehr jungen Friedrich von Thun und einem Musikanten (möglicherweise der erfolglos gebliebene Bruder von Roy Black) der jede Verkehrsregel in einem schmissigen Liedermacher-Song dem Zuseher zu verinnerlichen versucht. Hier eine kleine Kostprobe. Ansonsten So, 22:50 Uhr BR-Alpha einschalten, wenn nicht gerade ...efa: auf der Bühne im Fraunhofer steht.
Cooler sind eigentlich die Folgen, in denen es um den Stadtverkehr geht und das München der 60er Jahre als Kulisse herhält. Und ich brenne darauf bei der nächsten Show das Genre "Telekurs" spielen zu dürfen.


Fernsehfahrkurs


Donnerstag, 24. Mai 2007

Tamas: Beichte unter Tränen


Nach dem Doping-Geständnis von Erik Zabel und Rolf Aldag am Donnerstagvormittag melden sich nun immer mehr Radsportfans zu Wort, die ihrem schlechten Gewissen Luft machen wollen. Nun hat sich auch Nadja Tamas zu den Dopingtatsachen ihrer Lieblingsradfahrer geäußert.

Am Donnerstagnachmittag gab sie in einer Pressekonferenz bekannt, dass die langjährige Radsportanhängerin mehr geahnt hat, als sie bisher zugegeben hatte. "Es hat doch so harmlos angefangen, damals. Klar, ich habe auch Witzchen darüber gemacht, übers Dopen und so aber ich war mir bei den Beiden so sicher..."

Die 30jährige gab zu, immer wieder vor dem Fernsehergerät und am Straßenrand Radfahrern zugejubelt zu haben. Selbst gute Freunde hatte sie dazu verleitet sich auch für diese Sportart zu begeistern. "Ich möchte mich hiermit in aller Form entschuldigen, dass ich euch da rein geritten habe. Ich habe damals nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Und nun trage ich die Konsequenzen."
Hier kullern die ersten Tränen, der als sehr emotional geltenden Hobbyradlerin.

Tamas möchte sich auf eigenen Wunsch aus der Radsport-Fanlager zurückziehen: "Ich denke es gibt noch ein paar andere bejubelnswerte, saubere Sportarten. Vielleicht Schwimmen oder Leichtathletik."

Freitag, 23. Februar 2007

Krank vorm Fernseher

...oder: wie man als Improspieler die Grippewelle nutzen kann.

Da hatte es mich also doch voll erwischt. Die Grippeviren sind bei ihren Opfern nicht besonders wählerisch und haben sich eine Woche lang bei mir eingenistet. Also viel Zeit, die ich daheim im Bett oder auf der Couch verbringen konnte. Und viel Zeit sich dem Genrestudium im Fernseher zu widmen. Daher hier eine kleine Sammlung an TV- Spartentipps für kranke Tage:

10:00 Uhr – Erstmal den Kreislauf stabilisieren, Schleim abhusten, Kopfschmerztabletten und/oder fiebersenkende Mittel einnehmen, Tee kochen. Evtl. etwas essen, auch wenn es schwer fällt – denn der Blutzuckerspiegel muss auch für einen Tag auf der Couch ein gewisses Niveau haben.

11:05 Uhr, ORF2: Sturm der Liebe (Wiederholung vom Vortag) – für alle Fans der gepflegten Telenovelas und Seifenopern. Hier treffen sich kinderreiche Hotelfürsten, Ex-Nonnen mit Freiheitsdrang und berollstuhlte Biologiestudentinnen, die sich alle von Intrigen, Klischees und wundersamen Wendungen („…als Laura erfahren hatte, dass ich gar nicht ihr Vater bin wollte sie sofort meine Schwiegertochter werden…“) nicht schrecken lassen.

12:00 Uhr, RTL: Punkt 12 - Nachrichtengenre Investigativer Journalismus. Topthemen wie „Baum frisst Kind“ oder „Der neue Kalender der Sports Illustrated“ geben dem Zuschauer einen Überblick über die wirklich wichtigen Themen des Tages.
Die Grenzdebilität dieser Beiträge sprengen jede Vorstellung. Wunderbar!

Werbepausenzapping: KIKA Higglystadt Helden - Hier stehe ich vor einem Rätsel, so wie bei vielen Kleinkindersendungen. Ähnlich lustig wie einst die Teletubbies hüpfen animierte, kegelförmige Babuschkas durchs Bild und erleben Abendteuer. Bei ganz hohem Fieber gut zu ertragen-dann aber Ton abschalten.

14:00 Uhr, Kabel 1: Bill Cosby Show Doppelfolge – ein Klassiker unter den US-Sitcoms und einfach nur gut (wirklich gut!!). Familie Huxtabel wird von keinem Problem verschont schafft es aber auch immer bis zum Ende der Folge durch kreative Erziehungsmethoden eine Lösung zu finden. Pointierte Dialoge, gute Schauspieler und Erziehungstipps ganz nebenher (Bill Cosby hat einen Doktortitel in Pädagogik).

15:00 Uhr, Kabel1: Roseanne - Ähnlich wie Bill Cosby nur prolliger und ohne Doktortitel aber nicht minder lustig. Anschauen oder ne Runde schlafen.

16:10 Uhr, ARD: Elefant, Tiger & Co - Das Original aller Zoo-Tiersendungen. Im Leipziger Zoo ist leider immer etwas los und wenn nicht wird eben mal kurz in die benachbarte Tierklinik geschaltet. Wenn man den sächsischen Dialekt erträgt, eine gute Tiersendung.

Zwischendurch mal aufstehen und in der Wohnung herumlaufen. Die ganz Mutigen wagen einige Schritte an der frischen Luft. Aber bitte nur in Begleitung, sonst wird man im Falle einer Ohnmacht für einen Betrunkenen gehalten (zumindest in meinem Stadtteil). ;-)

19:00 Uhr, VOX: Das perfekte Dinner - Dokusoapgenre über fünf Hobbyköche, die um das „Perfekte Dinner“ um die Wette kochen. Ein zynischer Off-Sprecher im Kommentarzwang führt die Kandidaten vor und unterhält den amüsierten, bürgergebildeten Zuschauer.

20:15 Uhr, Pro7: Thriller oder Abenteuerfilme - Je nach Wochentag kann man sich hier mit Verfolgungsjagden, Schießereien oder apokalyptischen Katastrophen weiterbilden.
Was schreien Helden direkt vor der Rettung der Welt? Wie kann ein kleiner Flügelschlag eine Erdbebeben auslösen? Warum versinken Menschen im Treibsand, fünfköpfige Großechsen aber nicht? Findet es selber heraus….

23:00 Uhr ZDF, Johannes B Kerner - Die gute, alte Talkshow mit Betroffenheitsgedusel und Skandalgeständnissen von C-Promis. In funktionaler Zusammenarbeit mit der BILD-Zeitung hegt und pflegt der Moderator die nötigen Klischee und die erfreulichen Quoten.

01:00 Uhr WDR: Domian - Wer jetzt noch nicht eingeschlafen ist muss sich zumindest einmal diese Sendung angschaut haben. Eine „Call In“ Radiosendung, die im TV übertragen wird, in der Gott und die Welt anruft um Jürgen Domian das große Leid zu klagen. Die realen Anrufer bieten ein Riesenfeld an Figuren und Charakteren und die Geschichten sind entweder irrsinnig, tabulos oder abgedreht. Oder alles zusammen.




Montag, 19. Februar 2007

danke an impro im tv....

danke an frei schnauze und schillerstraße..... sie entbinden uns immer mehr davon, lustige spielchen zu spielen.... diese schiene wird inflationär gesättigt, und gibt uns und dem publikum die freiheit, eher szenisch und hintergründiger an den abend heranzugehen....

lost.....

irgendwie wird man das gefühl nicht los, dass die leute da bald eine voll intakte ubahnstation entdecken..... die beliebigkeit der rätsel fällt allmählich ungut auf...